Die Wahlprüfsteine sind verschickt. Danke an eure zahlreichen EMailkommentare! Wenn ihr sicherstellen wollt, dass wir eine Antwort bekommen, schickt diese Wahlprüfsteine auch selbst mit eurer eigenen Homesharer-Geschichte an die Kandidaten! Wir werden die Antworten auf jeden Fall hier auf der Webseite und über den Newsletter und die Emailliste verschicken.

Wahlprüfsteine an die Kandidaten zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2016

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Müller, Sehr geehrter Herr Henkel, Sehr geehrte Frau Pop, Sehr geehrter Herr Lederer, Sehr geehrter Herr Czaja,

wir, der Berliner Home Sharing Club, vertreten hunderte von privaten Homesharern hier in Berlin. Wir wollen unser Zuhause mehrmals im Jahr privat untervermieten dürfen. Das macht das neue Zweckentfremdungsgesetz unmöglich. Uns Homesharer eint die Meinung, dass mit dem Zweckentfremdungsgesetz ein wichtiges Ziel verfolgt wird! Wir finden jedoch, dass die Verhinderung, ja sogar Kriminalisierung der Vermietung unserer privaten Zuhause dieses Ziel nicht unterstützt. Wir zweckentfremden nichts. Wenn wir unser privates Zuhause nicht mehr vermieten, wird dadurch keine Wohnung frei. Wir sind jeweils in unserer Wohnung mit dem Hauptwohnsitz angemeldet. Wir haben keine weiteren Wohnungen. Wir zahlen für die Vermietung Steuern. Wir vermieten zum Beispiel, wenn wir übers Wochenende verreist sind, wenn wir unsere Verwandten oder Kinder besuchen, wenn wir beruflich unterwegs sind, auf Recherchereise gehen oder in den Urlaub fahren. Wir sind Studenten und Freiberufler, Akademiker und Kreative, Geringverdiener und Rentner, oder einfach nur selbst als Globetrotter gern überall auf der Welt zu Hause. Wir lieben Berlin. Wir sind ein wichtiger Teil von Berlin. Wir engagieren uns ehrenamtlich und unabhängig von Firmen und Parteien für unsere Sache.

Um anderen Homesharern mit ihrer Wahlentscheidung zu helfen, würden wir gerne von Ihnen wissen:

  1. Für wie wichtig halten Sie das Thema Zweckentfremdung von Wohnraum in Berlin?
  2. Finden Sie, dass einer Ihrer Wähler, der zum Beispiel mehr als einmal im Jahr sein einziges Zuhause (seinen Hauptwohnsitz) in seinem Urlaub untervermietet, Wohnraum zweckentfremdet und dass das verboten werden sollte? Warum ja, warum nein?
  3. Teilen Sie unsere Auffassung, dass ein temporäres Untervermieten von eigenem Wohnraum anders geregelt werden muss als das kommerzielle Vermieten von gewerblichen Ferienwohnungen?
  4. Werden Sie sich für eine Änderung des Zweckentfremdungsgesetzes einsetzen, um Homesharing (die Untervermietung der eigenen Wohnung) wieder zu ermöglichen?
  5. Wie sollte Ihrer Meinung nach eine Abgrenzung von gewerblicher Vermietung von privatem Homesharing idealerweise aussehen? Kennen Sie zum Beispiel die Hamburger Regelung und würden dies auch für Berlin für einen gangbaren Weg halten? (In Hamburg ist die temporäre Vermietung zulässig, wenn es sich um die Hauptwohnung des Anbieters handelt und er diese mehr als die Hälfte des Jahres selbst nutzt. Oder der Hauptmieter wohnt ganzjährig in der Wohnung und vermietet weniger als die Hälfte der Fläche weiter.)

Wir würden uns sehr über Ihre schnelle Antwort freuen und würden diese auch veröffentlichen und an alle Mitglieder des Netzwerkes verschicken. Weitere Informationen über uns finden Sie online:
http://www.homesharing.berlin

Viele Grüße

das Team des Homesharing Clubs