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  • Sebastian
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 3
    #1177 |

    Liebe Homesharer,
    als Homesharing-Club wollen wir nächste Woche Wahlprüfsteine an die wichtigsten Politiker verschicken und sicherstellen, dass alle die Positionen der Politiker zum Thema Homesharing und Zweckentfremdung kennen. In diesem Thread würden wir diese gerne vorher mit euch disktuieren. Hier der aktuelle Entwurf:
    Wir, der Berliner Home Sharing Club……
    Hierzu möchten wir Ihnen folgende Fragen stellen:
    1. Wie bewerten Sie die Tatsache, dass das sogenannte Home-Sharing – also das zeitlich begrenzte Teilen des selber bewohnten Zuhauses, so etwa die gesamte Wohnung, wenn der Gastgeber zu dieser Zeit nicht Beispiel im Urlaub oder auf Geschäftsreise befindet – als Zweckentfremdung unter das derzeit geltende Zweckentfremdungsverbot-Gesetz fällt, obwohl hierdurch dem Berliner Wohnungsmarkt keinerlei Wohnraum entzogen wird und Zuhause ist, sondern sich zum dementsprechend diesem auch nicht wieder zugeführt werden kann?
    2. Wie werden Sie klarstellen, dass das sogenannte Home-Sharing keinen negativen Einfluss auf den Wohnungsmarkt hat und keine Zweckentfremdung von Wohnraum ist?
    3. Wie werden Sie klarstellen, dass das Ziel des Zweckentfremdungsverbot-Gesetzes, nämlich die Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen rückgängig zu machen, beim sogenannten Home-Sharing nicht erreicht werden kann, da die besagten Wohnungen nie von Wohnraum in Ferienwohnungen umgewandelt wurden und werden?
    4. Teilen Sie unsere Auffassung, dass ein temporäres Untervermieten von eigenem Wohnraum anders geregelt werden muss als das kommerzielle Vermieten von gewerblichen Ferienwohnungen?
    5. Was werden Sie tun, um die entsprechenden Regelungen nach der Wahl so zu gestalten, dass das nicht-kommerzielle Home Sharing in Berlin wieder gelebt werden kann?
    6. Wie werden Sie das Home Sharing in Berlin fördern?

    Wir freuen uns auf eure Kommentare

    Sebastian
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 3

    Hier die aktuelle Fassung des Briefs. Freue mich auf Verbesserungsvorschläge!

    Wir, der Berliner Home Sharing Club, vertreten hunderte von privaten Homesharern hier in Berlin. Wir wollen unser Zuhause mehrmals im Jahr privat untervermieten dürfen. Das macht das neue Zweckentfremdungsgesetz unmöglich. Uns Homesharer eint die Meinung, dass mit dem Zweckentfremdungsgesetz ein wichtiges Ziel verfolgt wird! Wir finden jedoch, dass die Verhinderung, ja sogar Kriminalisierung der Vermietung unserer privaten Zuhause, dieses Ziel nicht unterstützt. Wir zweckentfremden nichts. Wenn wir unser privates Zuhause nicht mehr vermieten, wird dadurch keine Wohnung frei. Wir sind jeweils in unserer Wohnung mit dem Hauptwohnsitz angemeldet. Wir haben keine weiteren Wohnungen. Wir zahlen für die Vermietung Steuern. Wir vermieten zum Beispiel, wenn wir übers Wochenende verreist sind, wenn wir unsere Verwandten oder Kinder besuchen, wenn wir beruflich unterwegs sind, auf Recherchereise gehen oder in den Urlaub fahren. Wir sind Studenten und Freiberufler, Akademiker und Kreative, Geringverdiener und Rentner, oder einfach nur selbst als Globetrotter gern überall auf der Welt zu Hause. Wir lieben Berlin. Wir sind ein wichtiger Teil von Berlin.

    Um anderen Homesharern mit ihrer Wahlentscheidung zu helfen, würden wir gerne von Ihnen wissen:

    1. Für wie wichtig halten Sie das Thema Zweckentfremdung von Wohnraum in Berlin?
    2. Finden Sie, dass einer Ihrer Wähler, der zum Beispiel mehr als einmal im Jahr sein einziges Zuhause (seinen Hauptwohnsitz) in seinem Urlaub untervermietet, Wohnraum zweckentfremdet und dass das verboten werden sollte? Warum ja, warum nein?
    3. Teilen Sie unsere Auffassung, dass ein temporäres Untervermieten von eigenem Wohnraum anders geregelt werden muss als das kommerzielle Vermieten von gewerblichen Ferienwohnungen?
    4. Werden Sie sich für eine Änderung des Zweckentfremdungsgesetzes einsetzen, um Homesharing (die Untervermietung der eigenen Wohnung) wieder zu ermöglichen?
    5. Wie sollte Ihrer Meinung nach eine Abgrenzung von gewerblicher Vermietung von privatem Homesharing idealerweise aussehen? Kennen Sie zum Beispiel die Hamburger Regelung und würden dies auch für Berlin für einen gangbaren Weg halten? (In Hamburg ist die temporäre Vermietung zulässig, wenn es sich um die Hauptwohnung des Anbieters handelt und er diese mehr als die Hälfte des Jahres selbst nutzt. Oder der Hauptmieter wohnt ganzjährig in der Wohnung und vermietet weniger als die Hälfte der Fläche weiter.

    Anonym
    Beitragsanzahl: 1
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